Biographisches

carnapAm 18. Mai 1891 in Ronsdorf geboren. Er war der Sohn von Johannes Sebulon Carnap, ein wohlhabender Bandfabrikant, Stadtverordneter und Presbyter in Ronsdorf.

Rudolf Carnap besuchte das Humanistische Gymnasium in Barmen, erlernte schon mit 14 Jahren die Sprache „Esperanto“ und distanzierte sich bald von der starken Religiosität seiner Eltern. Das Abitur machte er 1909 in Jena und studierte dort Mathematik, Physik und Philosophie.

Er nahm als Soldat am 1. Weltkrieg teil, wurde verwundet und für Tapferkeit ausgezeichnet. Doch aufgrund seiner grausamen Erlebnisse an der Front nahm er später eine kritische Haltung gegenüber Krieg, Militarismus, Nationalismus und Chauvinismus ein und wurde Mitglied der USPD.

Rudolf Carnap setzte nach Kriegsende sein Philosophiestudium fort und promovierte 1921 mit der Arbeit „Der Raum“, habilitierte 1926 mit einem ersten Hauptwerk „Der logische Aufbau der Welt“ an der Wiener Universität. Dort war er bis 1931 als Privatdozent tätig und nahm maßgeblich an den Diskussionen des „Wiener Kreises“ teil. Von 1931 bis 1935 lehrte er als Professor für Naturphilosophie an der Deutschen Universität in Prag.

1936 emigrierte Rudolf Carnap in die USA, wo er an der University of Chicago, der Princeton University und an der Universität in Los Angeles Professuren inne hatte.

Rudolf Carnap starb am 14. September 1970 nach einem erfüllten Leben im kalifornischen Santa Monica.

 

 

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